Ursprung
Das Mutterland des Tees ist China, so soll der Legende nach bereits vor rund fünftausend Jahren in der südwestlichen Provinz Yunnan Tee kultiviert worden sein. Als erwiesen gilt hingegen, dass in China schon 221 v. Chr. eine Teesteuer erhoben wurde.
Die in Mitteleuropa üblichen Begriffe Tee, tea, thé stammen aus dem chinesischen Min-Nan-Dialekt 茶 (gesprochen «tê»), weil die europäischen Länder den Tee auf dem Seeweg aus Südchina erhielten. Das Mandarin-Wort chá hingegen gab dem russischen, arabischen und türkischen Wort tschai den Namen, da die Türkei, Russland und Persien auf dem Landweg über Nordchina mit Tee beliefert wurden.
Verbreitung
Tee wird in subtropischem Monsunklima mit heissen und feuchten Sommern und eher trockenen, kühlen Wintern kultiviert. Die Verbreitung reicht vom Süden Japans und Koreas über das südliche China bis nach Nordost-Indien. Nach Süden ist die Teepflanze noch weiter nach Laos, Myanmar, Thailand und Vietnam verbreitet.
Grüner und schwarzer Tee wird hauptsächlich in Asien, aber auch in Afrika, Amerika, Australien und sogar in Europa (nur in der Türkei und auf den Azoren) produziert. Die wichtigsten Tee-Erzeugerländer sind China, Indien, Kenia, Sri Lanka und die Türkei, die zusammen etwa drei Viertel der Weltproduktion ausmachen.
Teepflanze
Die Teepflanzen wurden traditionell in zwei Varianten kultiviert: als Camellia sinensis var. sinensis hauptsächlich in China und Darjeeling, während die erst 1830 in Assam entdeckte, baumwüchsige Camellia sinensis var. assamica im übrigen Indien und in Sri Lanka dominierte. Diese beiden reinen Sorten werden weltweit immer mehr von Hybriden zurückgedrängt.


